Klasse 8SN2 im Kletterpark

Dillingen.

Etwa gegen 7:25 traf sich unsere komplette Klasse an der Bushaltestelle. Begleitet wurden wir von Frau Leidner-Gersing und Herr Laumen. Als wir im Kletterpark ankamen, wurden wir sofort von zwei netten jungen Männern begrüßt, die sich als unsere „Aufpasser“ herausstellten. Nach einem Kennenlernspiel wurden wir in 2 Gruppen geteilt. Während die eine sich körperlich mit einem Hindernislauf belasten musste, spielte unsere Gruppe viele komplizierte Kennenlern- und Kommunikationsspiele. Als  beide Gruppen fertig war, wurde getauscht, sodass wir nun dran waren.

 Wir rannten durch enge Wege, ehe wir an unserem ersten Hindernis ankamen. Ziel dieses Parcours war es, in Teamarbeit Hürden zu bewältigen. „Das Draufsteigen auf die anderen, das war das Schwerste. Die hohe Wand war dann kein Problem mehr'', meint Jonas S.  Der erste Durchgang war dazu da, um uns Strategien auszudenken. Danach wurde die Zeit gestoppt. Alle rannten in einem schnellen Tempo, und als wir den ersten Balken erreichten, stellten die 2 größten von uns, Yannick und Jonas R., sich freiwillig zur Verfügung, denen, die es alleine nicht schafften, zu helfen. Trotz vier hohen Balken, einer Kletterwand, einem Balancierstamm und einem Rohr ließen wir uns nicht unterkriegen und bewältigten den Parcours gemeinsam in 11 Minuten.

Dann ging es ans Eingemachte: Wir bekamen Gurte, die Sicherheitsleinen und unsere Helme, und es ging hinein in die Bäume. Zwar war die erste Station nicht hoch, jedoch musste man sich trotzdem immer mit zwei Karabinerhaken sichern. Die jeweils hintere Person überprüfte dann noch, ob man wirklich sicher war und dann stand dem Start nichts mehr im Wege. Wenn man die niedrigen Seile im ersten Teil überwunden hatte, erwartete einen eine Seilbahn. „Den Abhang runterrutschen - oh je, das war schnell. Und nur, weil wir uns gegenseitig geholfen haben, habe ich die Mauer geschafft'', erzählt Malte.

Dann ging es hoch in die Bäume auf fünf Meter. Vielen von uns war ziemlich mulmig zumute, als sie die Differenz zur ersten Station bemerkten. Uns allen war schon von Anfang an bewusst, dass es nicht so leicht werden würde, erst recht nicht, wenn man Höhenangst hat. Doch keiner von uns war dort oben alleine, wir hatten einander. „Zu Malte habe ich nun mehr Kontakt. Der hatte da oben das gleiche Problem wie ich'', berichtet Lina, und auch Giuliana und Marie meinen: „Wir sind zu zweit da runter - Oh Gott! Hammer! Wir haben nur geschrien.'' Gegen Ende bekamen wir einen Lob von den Auspassern und auch wir selbst waren ziemlich beeindruckt von uns. „Ich bin stolz auf mich. Dass ich das schaffe, hätte ich nie gedacht'', konnten wir von Lara erfahren.

Wir fuhren dort als Fremde hin, doch kamen wir als Vertraute zurück. Wir wissen alle, dass wir an einem einzigen Tag keine besten Freunde werden können, doch Teamarbeit ist ein guter Anfang. Und in den nächsten 3 Jahren, auch wenn wir dann schon wieder getrennt werden, wird dieser Ausflug als Geburtstag einer eingespielten Klassengemeinschaft in unserem Gedächtnis bleiben.

Kati Müller, Klasse 8SN2