Ein Blick in den Abgrund. Schülerinnen und Schüler des ASG besuchen Verdun.

Am Wandertag des ASG haben wir, der Französisch E-Kurs (WND) und der Geschichte G-Kurs (BSH), eine Lehrfahrt nach Verdun durchgeführt. Uns stand eine kompetente Reiseleiterin der „Stiftung Demokratie“, Frau Müller, zur Verfügung, die bereits kurz nach der Abfahrt anfing, uns in die Materie einzuführen. Schon nach den gezeigten Einführungsfilmen bekamen wir ein Gefühl für den erbarmungslosen Horror des Krieges für alle Beteiligten.

Als wir um 10:30 Uhr ankamen, besuchten wir zuerst einen deutschen Militärfriedhof mit nahezu 12000 Gefallenen. Spätestens nach der Sichtung der ungleich größeren Ruhestätte der französischen Soldaten wurde uns das Ausmaß des Gemetzels annähernd bewusst. Nach dem deutschen Friedhof schauten wir uns die Überreste des französischen Dorfes „Fleury“  in der zentralen Kampfzone an. Nichts ließ auf die Existenz des Dorfes schließen. Lediglich Granattrichter und Hinweisschilder auf die früheren Einrichtungen gab es zu sehen.
Die anschließende Besichtigung des Fort Douaumonts war ein Höhepunkt der Fahrt. Nachdem Herr Wandernoth einen sehr ausführlichen und aufschlussreichen Vortrag über Militärstrategie, die örtlichen Begebenheiten, die Geschichte des Forts und die Situation der kämpfenden Soldaten gehalten hatte, erkundeten wir das Innere des Forts. Kurz zusammengefasst: es war eng, kalt, nass, die Wände und Decken waren voller Kalk und man konnte sich das Leben dort unter erbärmlichsten hygienischen Bedingungen vorstellen.
Nach einer kurzen Mittagspause statteten wir noch der Gedenkstätte der gefallenen französischen Soldaten (in Frankreich so etwas wie ein Nationalheiligtum) und dem Beinhaus einen Besuch ab. Anschließend ging es für uns gegen 15:00 Uhr wieder Richtung Heimat.
An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an unsere Reiseleiterin, Frau Müller, unseren stets entspannten Busfahrer Peter und die begleitenden Lehrkräfte Frau Buschauer und Herr Wandernoth sowie an Herr Dr. Heeresthal, der sich uns trotz wohlverdienten Ruhestands angeschlossen hat. Es bleibt nur zu hoffen, dass unsere Generation nicht dieselben Gräuel durchmachen muss wie die unserer Großeltern. 

Sören-Sandor Groß