Achtung, Auto!

Verkehrserziehung wird gerade in Klassenstufe 5 am Albert-Schweitzer-Gymnasium Dillingen großgeschrieben. Nach der Einführung ins Busfahren  (wir berichteten) folgte nun ein Training für richtiges Verhalten im Straßenverkehr. Es ging besonders um Autos und deren Bremsweg.  Ein Bericht der ASG-Reporterinnen Nele Hoffmann und  Maite Waschbüsch, Klassenstufe 8.

„Mama,  Taylan ist tot!“, so haben  bestimmt viele Kinder der 5.Klasse des ASG nach der Schule ihren Eltern von dem Tag erzählt. Doch schnell kam auch wieder die Auflösung. Taylan war nur ein Hütchen, welches von Taylan selbst  an der Stelle aufgestellt wurde, an dem er den Haltepunkt des Autos vermutete. Mit seiner Einschätzung lag er jedoch falsch,  denn der Bremsweg war ein deutliches Stück länger als vom ihm eingeschätzt.

Dies und vieles mehr wurde den Kindern der 5.Klasse des ASG  in einer Verkehrserziehungsstunde in Kooperation mit dem ADAC  beigebracht. Das Experiment wurde nochmal gestartet. Diesmal stellte Lilien ihr Hütchen ein gutes Stück weiter, doch auch dieses wurde umgefahren. Das verursachte allgemeines Staunen, da keiner der Schüler einen so langen Bremsweg vorausgesehen hatte. Danach wurden die Gefahren von Airbag und Gurtstraffer angesprochen und den Kinder wurde  beigebracht, wo und wie sie im Auto sitzen dürfen. Dass es im Auto Sprengstoff (nämlich eben in Airbag und Gurtstraffer) gibt, wusste auch keiner der Schüler, doch sobald das Thema angesprochen war, wollten viele Kinder ihr Wissen gleich anwenden und mit ihren  Eltern nach dem Motto: „Papa, wir haben Sprengstoff im Auto“ wetten, da sie überzeugt waren, dass ihre Eltern so etwas genauso wenig wussten wie die Schüler selbst. Das Highlight des Tages waren jedoch die Vollbremsungen, die  jedes Kind im Auto miterleben durfte. Jeder wollte vorne sitzen und so schnell wie möglich dran kommen.  Doch die Gefühle beim Aussteigen aus dem Auto waren bei jedem anders.  „Ich hatte Angst“ und „Es war ein Schockmoment“, schilderten Dennis und Mustafa „ihre“ Vollbremsung.  Aber auch Meinungen wie  „Es war witzig“ oder „Ich fand es lustig“ von Julian und Ina waren häufig dabei. Viele wollten auch einfach nur nochmal fahren.

Ein besonderer Dank gilt dem ADAC und den Bewohnern der Heiligenbergstraße für ihr Verständnis und die Ermöglichung dieses schönen Tages.