Dichterwettstreit am ASG - 9s2 beim Poetry Slam

Ein Bericht von Christina Augustin und Sarah Mattes, Klasse 9s2

Am Donnerstag, den 21.05.2015, besuchte Dorian Steinhoff uns, die 9s2, in unserer Aula. Steinhoff ist Autor und Literaturvermittler. Er wurde 1985 in Bonn geboren, nun lebt er in Düsseldorf. Er studierte Philosophie, Rechtswissenschaften und Germanistik an der Uni Trier. Seit 2007 bereist er vorlesend und vortragend die kleinen und großen Bühnen im gesamten deutschsprachigen Raum. Seit 2008 arbeitet er mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Bildungsprojekten zur Schreib- und Leseförderung im Auftrag von Schulen, Universitäten und freien Kultur- und Bildungsinstitutionen in Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Im April 2009 erschien sein erster Erzählband "Goldfische sind auch keine Lösung" und im Oktober 2013 folgte sein zweites Buch "Das Licht der Flammen auf unseren Gesichtern".

Uns berichtete er jedoch von Poetry Slam. Er erklärte uns die Bedeutung und las uns einen seiner Texte, den er selbst einmal vorgetragen hatte, vor. Steinhoff war selbst einmal Poetry-Slammer, nahm an vielen verschiedenen Meisterschaften teil und gewann einige davon.

Poetry Slam ist ein Dichterwettbewerb, bei dem jeder einen selbstgeschriebenen Text einem Publikum vortragen kann. Jedoch herrschen einige Regeln:
Der eigene Text muss in einem Zeitlimit von maximal 5 Minuten ohne Hilfsmittel vorgetragen werden. Erlaubt ist, den Text zu rappen oder zu beatboxen. Das Publikum kürt anschließend den Sieger.
Die Veranstaltungsform entstand 1986 in Chicago und verbreitete sich in den 1990er Jahren weltweit. Die deutschsprachige Slam-Szene gilt nach der englischsprachigen als die zweitgrößte der Welt. 1994 fand der erste Poetry Slam mit 12 Teilnehmern und 250 Zuschauern in Berlin statt. Bis heute bestand die größte Meisterschaft aus ungefähr 250 Teilnehmern und 18000 Zuschauern.
Nachdem er uns einige Informationen vermittelt hatte, durften wir ihm Fragen über ihn, seinen Beruf, das Leben eines Autors, Poetry Slam generell und anderes stellen. Anschließend sollten wir eigene Texte schreiben, die wir später vor der ganzen Klasse mit einem Mikrofon, wie bei einem richtigen PoetrySlam, vortragen durften. Dies bereitete allen große Freude und es war interessant, einen Blick in das Leben eines Autors und Poetry-Slammers zu werfen. Außerdem war es Unterricht auf andere Art und es war aufregend, die Meinung und Verbesserungsvorschläge eines erfahrenen Schriftstellers über die eigenen Texte und Vorträge zu hören.
Insgesamt war es ein spannender und lustiger Schultag, den man öfters für die Schüler organisieren könnte.