Europa zu Gast am ASG

Ein Bericht von Maria Wacker, Klassenstufe 11

Das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Dillingen freute sich am Donnerstag, den 7.05.2015, den Grünenpolitiker Michael Neyses begrüßen zu dürfen. Neyses stand den Politikkursen der 11. Klasse über zwei Stunden lang zu einer offenen Fragerunde zur Verfügung.

Zu Beginn stellte sich Herr Neyses vor und gab einen kurzen Überblick über seinen beruflichen Werdegang. Dabei stellte sich heraus, dass er ebenfalls am ASG Schüler war. Außerdem wechselte er Anfang dieses Jahres von der Piratenpartei zum Bündnis 90/Die Grünen. Michael Neyses ist Landtagsabgeordneter des Saarlandes.

Die SchülerInnen zeigten Interesse an dem Ablauf eines normalen Arbeitstages eines Landtagsabgeordneten, da sich die Meisten unter dem Alltag eines Politikers eher weniger vorstellen konnten. Neyses gab auf diese Frage hin, einen kurzen Überblick über einen typischen Montagmorgen im Landtag. Dabei fragten sich die SchülerInnen wie man sich als Politiker verhält, wenn man mit seiner Partei in politischen Fragen nicht übereinstimmt.        Neyses versicherte, dass es in solchen Fällen auch möglich sei, sich zu enthalten beziehungsweise sogar dagegen zu stimmen. Allerdings sagte er auch, dass es sich hierbei eher um Ausnahmen handelt, da man mit den Werten und Vorstellungen seiner Partei meistens übereinstimme. 

Die restliche Stunde nutzen die SchülerInnen um Fragen bezüglich aktueller Themen zu stellen und somit einen näheren Einblick in die politischen Geschehnisse zu bekommen. Wichtige Themen waren hier erneuerbare Energien, Datenschutz, Grabenflutung sowie  Flüchtlingspolitik.

Die zweite Stunde wurde dem äußerst brisanten Thema des Transatlantischen Freihandelsabkommens (TTIP) gewidmet. Neyses fasste die Probleme und Schwierigkeiten des Freihandelsabkommens, das zwischen der Europäischen Union und den USA  geschlossen werden soll, verständlich zusammen. Vor allem die Problematik der fragwürdigen Schiedsgerichte wurde deutlich. Die SchülerInnen interessierten die Möglichkeiten, die der einzelne Bürger hat, um etwas gegen TTIP zu unternehmen. Neyses antwortete, dass es hilfreich sei, an Demonstrationen teilzunehmen, Petitionen zu organisieren und zu unterschreiben und auch Beschwerdebriefe an einzelne Politiker zu senden.  Außerdem meinte er, es sei wichtig durch Veranstaltungen die Bürger über TTIP aufzuklären, damit diese die Initiative ergreifen und so gegen das Freihandelsabkommen vorgegangen werden kann.

Die SchülerInnen freuten sich über den Besuch und die Möglichkeit einen tieferen Einblick in die politischen Geschehnisse zu bekommen. Als zum Schluss nach Änderungswünschen gefragt wurde, äußerten sich die SchülerInnen über das jetzige Schulsystem. Ihrer Meinung nach hat sich G8 nicht bewährt und sollte den zukünftigen Generationen erspart bleiben.