Hass ist ihre Attitüde - eine Ausstellung des Adolf-Bender-Zentrums am ASG

Rechtsextremismus, ein wichtiges Thema gerade für uns Deutsche, nach den schrecklichen Geschehnissen in der Zeit des Nationalsozialismus. Als Jugendlicher kann man sich jetzt fragen: Was geht das mich an? Ich trage keine Schuld an dem, was dort passiert ist! Jedoch ist es die Aufgabe von jedem von uns zu verhindern, dass so etwas nie wieder in unserer Geschichte passieren wird. Wichtig ist dabei vor allem, über dieses Thema zu reden und es nicht totzuschweigen.

So stellte das Adolf-Bender-Zentrum aus St. Wendel dem Albert-Schweitzer-Gymnasium vor den Herbstferien seine momentane Ausstellungskampagne „Hass ist ihre Attitüde“ gegen Extremismus zur Verfügung. Die Plakatwände im Aufenthaltsraum in der Karcherstraße sind für alle Schüler zugänglich und es gab auch für einige Klassen einen geführten Vortrag. So beschäftigte sich  auch der Politikgrundkurs 12 von Frau Leidner-Gersing einmal ganz gezielt mit dem Thema Extremismus in Deutschland. Statt eines langweiligen Monologes des Referenten aus dem Adolf-Bender-Zentrums entwickelte sich in den zwei Schulstunden eine hitzige Debatte rund um den Themenbereich Extremismus und seine Facetten. Wir starteten mit den sehr interessanten und schwer zu beantwortenden Fragen „Wann bin ich ein Deutscher?“ und „Wieso habe ich das Recht andere als Ausländer zu bezeichnen?“ „ Kann das deutsche Blut wirklich aussterben, wenn Deutsche Menschen mit anderen Nationalitäten heiraten, so wie es die Nazis behaupten? Ist das Blut nicht in jedem Menschen gleich?“

Wir lernten in diesen zwei Stunden die vielen Erscheinungsmöglichkeiten des Extremismus kennen, wie in den Bereichen Musik (Bands wie Landers, Böhse Onkelz und Die Lustigen Zillertaler) und Markenkultur (Consdaple-Parole NSDAP im Namen versteckt). Auch das Spiel mit den Zahlen, die als Geheimcodes für Nazis fungieren, wurde uns gezeigt (z.B.18=AH=Adolf Hitler; 198=SH=Sieg Heil). Vor allem überraschte uns das Strafmaß für das Anmalen von verbotenen Symbolen wie das Hakenkreuz. Theoretisch drohen den Tätern bis zu ein paar Jahre Haftstrafe, doch praktisch ist die Verfolgung solcher Straftaten extrem erfolglos. Im Hinblick auf das Thema Extremismus beschäftigten wir uns auch mit der momentan in Deutschland sehr aktuellen Flüchtlingsproblematik, die natürlich für die Nazis ein Dorn im Auge ist.

Wir bedanken uns bei dem Adolf-Bender-Zentrum für den sehr aufschlussreichen und informativen Vortrag, sowie für die wirklich interessant gestalteten Plakatwände, die dem Albert-Schweitzer-Gymnasium freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden.