Jugend trainiert für Olympia - Gerätturnen - Bundesfinale

Vom 6. bis zum 8. Mai fand in Berlin das so genannte Frühjahrsfinale von "Jugend trainiert für Olympia" statt. Dabei durfte das Albert-Schweitzer-Gymnasium das Saarland im Gerätturnen in der Wettkampfklasse IV der Jungen vertreten. So machte sich die Mannschaft bestehend aus Raphael Becker, Felix Brossette, Fabrizio Mattina, Andreas Sauter und Marlene Zimmermann auf den Weg in die Hauptstadt. Unterstützt wurde sie dabei von Thamyna Gangarossa, die, noch im Landesfinale turnend, leider verletzungsbedingt nicht am Bundesfinale aktiv teilnehmen konnte.

Als wäre die Aufregung nicht schon sowieso groß genug gewesen, fiel die Reise genau in den Zeitraum als die Deutsche Bahn ihren 10-tägigen Streik durchführte, was vor allem schon einen Tag vor der Abreise zu einem erhöhten Telefoneinsatz führte. Trotzdem verlief die Anreise planmäßig. 

Der freie Tag bis zum Wettkampf wurde genutzt, um Berlin kennenzulernen. Auf dem Programm der gut 11-stündigen Erkundungstour standen u.a. eine Stadtrundfahrt mit den selbst gewählten Zwischenstopps am Brandenburger Tor, dem Checkpoint Charly und (natürlich!!!) dem KaDeWe, der Potsdamer Platz mit dem Sony Center und das Olympiastadion. 

Der Wettkampf der Wettkampfklasse IV fand dann im Sportzentrum Schöneberg statt. Zunächst musste die so genannte Gerätebahn B, bestehend aus Schwebebalken, Boden und Parallelbarren absolviert werden. Dabei konnten alle Turner ihr Ergebnis aus dem Landesfinale verbessern. Auch an der Gerätebahn C (Schattenrollen, Schattenhockwende und Partnerturnen) konnte das Ergebnis aus dem Landesfinale trotz der großen Aufregung bestätigt werden. Umso bemerkenswerter, da bei diesen Übungen die kompletten Mannschaft synchron zusammenarbeiten muss und die Mannschaftszusammensetzung bekanntermaßen aufgrund der Verletzung von Thamyna nochmals geändert werden musste. Bei den so genannten Sonderprüfungen lief es beim Stangenklettern nicht so erfolgreich, beim Standweitsprung konnte das Mannschaftsergebnis des Landesfinales bestätigt werden und bei der Pendelstaffel erreichte das Team einen hervorragenden sechsten Platz. Zum Abschluss stand die Gerätebahn A, bestehend aus Reck, Boden und Sprung auf dem Programm. Hier konnte das Mannschaftsergebnis aus dem Landesfinale nicht ganz bestätigt werden, sonst wäre sogar eine noch bessere Platzierung möglich gewesen. Aber auch so waren alle mit dem in der Gesamtwertung erreichten neunten Platz hoch zufrieden. 

Am letzten Tag wurde dann morgens die Kuppel des Reichstages besichtigt, während unten im Plenarsaal die Feierstunde zum 70-jährigen Ende des Zweiten Weltkrieges statt fand. Anschließend fand noch mit einem Teil der Mannschaft eine weiter Erkundungstour statt: Diesmal zu Fuß: Reichstag, Brandenburger Tor, Straße unter den Linden, Friedrichstraße bis wieder zum Checkpoint-Charly mit Besichtigung des Museums "The Wall" und zurück zum Potsdamer Platz. Nachmittags gab es einen Empfang in der Landesvertretung und abends die offizielle Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle. Auf dem Rückweg standen dann die selbst gewählten Programmpunkte Brandenburger Tor und Potsdamer Platz jeweils bei Nacht auf dem Programm. 

Die Heimreise verlief dann nicht mehr ganz so planmäßig. Konnte man noch planmäßig, wenn auch in einem überfüllten Zug, Berlin verlassen, musste dann ab Frankfurt der Umweg über Mainz in Angriff genommen werden, so dass die Mannschaft mit knapp 75-minütiger Verspätung in Dillingen von ihren zahlreichen Fans jubelnd empfangen wurde.