Unser Schoolworker Martin Weitert - ein Interview

Herr Weitert, bitte erzählen Sie unseren Lesern, wer Sie sind!

Herr Weitert: Ich bin Martin Weitert, 35 Jahre alt, von Beruf Sozialpädagoge(FH). Meine Hobbies sind Fotografieren, Kochen, Wandern, Lesen.

Sie arbeiten als Schoolworker am ASG. Was macht man da eigentlich den ganzen Tag?

Herr Weitert: Als Schoolworker bin ich Ansprechpartner für alle Sorgen und Nöte von den Kindern, die an die entsprechenden Schulen gehen. Außerdem bin ich für Eltern und Lehrer bei Problemen ansprechbar, die mit den Kindern in Zusammenhang stehen. Natürlich bin ich nicht in allen Detailfragen Experte.  Dafür gibt es im Landkreis Saarlouis aber ein breit aufgestelltes Aktionsprogramm mit Institutionen zu verschiedensten Themen, zu dem ich bei Bedarf sehr schnell Kontakte vermitteln kann. Das Aktionsprogramm finden alle Interessierten unter http://www.jugendhilfe-schule-beruf.de/ Nachmittags bin ich dann in meinem Büro beim Landkreis Saarlouis zu finden. Dort bereite ich neue Projekte vor, dokumentiere oder führe Gespräche.

Wie stellt man als Schüler den Kontakt zu Ihnen her?

Herr Weitert: Zweimal in der Woche biete ich eine Sprechstunde an. Mein Büro am ASG befindet sich in der Dr. Prior. Str. im Nebengebäude ggü. der Nachmittagsbetreuung. Gut ist es auch, vorher telefonisch oder per eMail einen Termin zu vereinbaren, weil ich mich sonst evtl. in Gesprächen befinde. Meine Telefonnummer lautet: 0172-472 69 69, meine eMail Adresse lautet: martin-weitert@kreis-saarlouis.de. Meine Sprechzeiten am ASG sind montags von 08 – 10 Uhr und mittwochs von 10.30 – 13 Uhr.

Was erwartet unsere Schüler, wenn sie Sie aufsuchen?

Herr Weitert: Wenn Schüler mich aufsuchen, können sie sich sicher sein, dass ich ihnen erst einmal zuhöre und sie ernst nehme. Gemeinsam versuchen wir dann, das jeweilige Problem zu lösen, evtl. auch mit Einbeziehung Dritter.

Stehen Sie auch den Lehrkräften oder den Eltern zur Verfügung?

Herr Weitert: Auch Eltern oder Lehrkräften stehe bei Fragen und Problemen zur Verfügung, die mit den Schülern zu tun haben. Viele Problematiken der Eltern haben auch Auswirkungen auf das Kind. In solchen Fällen vermittele ich dann die Eltern an die geeigneten Stellen.

Nun ist ja der Beruf des Schoolworkers nicht gerade weit verbreitet. Wie kommt man zu dem Beruf? Kann man sich dafür ausbilden lassen?

Herr Weitert: Ich habe nach der Bundeswehr zuerst eine Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker gemacht. Durch die ehrenamtliche Tätigkeit im Jugendrotkreuz habe ich festgestellt, dass ich sehr gerne mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeite. Daher habe ich nach meiner Ausbildung ein FH-Studium als Sozialpädagoge absolviert und danach ein Jahr beim Jugendamt gearbeitet. Eine spezifische Ausbildung zum Schoolworker gibt es aber nicht.

Welche Dinge bereiten Ihnen in Ihrem Beruf die meiste Freude?

Herr Weitert: Die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen und das Wissen, dass ich Sie in manchen Dingen unterstützen und entlasten kann.

Es muss manchmal sehr belastend sein, wenn man immer mit Sorgen und Nöten anderer Menschen konfrontiert wird. Wie gelingt es Ihnen, diese Dinge zu verarbeiten?

Herr Weitert: Natürlich stimmt es, dass ich selten von Kindern und Jugendlichen höre, dass sie sich unbelastet entwickeln und den Schulalltag leicht bewältigen können. Dennoch finde ich es gerade besonders wichtig, dass die Kinder mit ihren Anliegen zu mir kommen können. Dementsprechend ziehe ich aus diesem Gedanken auch viel Positives. Denn die Kinder haben die Möglichkeit, sich jemanden anzuvertrauen. Das hilft mir enorm.

Welchen Wunsch haben Sie für das Jahr 2015?

Herr Weitert: Weiterhin viel gute und konstruktive Zusammenarbeit mit den Kindern und Jugendlichen und für diese, sowie mit Eltern, Lehrern und Kooperationspartnern.

 Herr Weitert, danke für das Interview.