Von Waffeleisen, Autobatterien und Gartenmöbeln

Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 5 des ASG räumen bei "Saarland Picobello" auf

Sie suchen eine Kücheneinrichtung? Es verlangt Sie nach einem Drucker? Oder soll es vielleicht eine Autobatterie sein? Dann gehen Sie doch einmal in den Dillinger Hüttenwald. Vielleicht werden Sie aber auch in den Gebüschen rund um das ASG fündig. An diesen Orten nämlich haben Schülerinnen und Schüler des ASG Dillingen im Rahmen der Frühjahrsputz-Aktion „Klar Schiff“ gemacht.

Was da nicht alles zutage gefördert wurde: Floppy-Disks, Haustierkäfige, Spiegel, Möbelteile aller Art, Gartenmöbel, diverse Elektrogeräte, ganz zu schweigen von all den Flaschen, Papierchen und Folien, die sich im Wald tummeln. Achtlos weggeworfen von Umweltferkeln, die nicht darüber nachdenken, was dieser Abfall alles anrichten kann: Menschen und Tiere können sich an Scherben und scharfen Kanten verletzen, Kunststoffteile werden von Vögeln aufgepickt. Manche Gegenstände (darunter auch die gefundenen Batterien) verrotten erst nach vielen Jahren und geben dabei teilweise gefährliche Schadstoffe an die Umwelt ab.

Dass man beim Einsammeln nicht zimperlich sein darf, merkten die Schülerinnen und Schüler schnell. Mehr als einmal war ein angeekeltes „Iiih“ zu hören, wenn wieder einmal ein nicht einmal zugeknoteter Hundekotbeutel aus der Wiese gefischt und ordnungsgemäß mittels eines Greifers in den Sack gepackt wurde.

Am Ende der Aktion hatten die Schülerinnen und Schüler der fünf Klassen einen ganzen Lastwagen voll Abfall gesammelt – in nicht einmal 100 Minuten. Das meiste hätte kostenlos auf einem Wertstoffhof abgegeben oder im (eigenen) Abfalleimer entsorgt werden können.

Den Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 5 hat die Aktion sicherlich Spaß bereitet, war dies doch einmal eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag. Nichtsdestotrotz bleibt ein schaler Nachgeschmack: Schließlich sammeln die Kinder den Dreck auf, den die Erwachsenen ihnen hingeworfen haben. Die beste Picobello-Aktion wäre eine, bei der die Säcke leer blieben, weil Wald, Wiesen und Hecken einfach sauber wären.

Denken Sie bei Ihrem nächsten Spaziergang einfach einmal darüber nach, was Sie im Wald oder in den öffentlichen Anlagen hinterlassen möchten.