Neuer Wandschmuck im Raum der Stille

Ein Bericht von M. Herber für den Fachbereich Religion

Hungertücher sind zentraler Bestandteil der jährlichen Fastenaktionen des Misereor-Hilfswerks.Sie tragen bei zur Auseinandersetzung mit dem Thema „Soziale Gerechtigkeit“, einem urchristlichen Anliegen. Die Fachschaft Religion hat den Raum der Stille nun mit dem Hungertuch der aktuellen Fastenaktion ausgestattet. 

Seit 1976 haben verschiedene Künstler ein Hungertuchmotiv für Misereor entworfen und sich so auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Thema Gerechtigkeit beschäftigt.

Das Hungertuch des Jahres 2017 hat das Motto „ Ich bin, weil du bist“ und geht auf ein afrikanisches Sprichwort zurück. Es drückt aus, dass der Mensch nicht für sich allein bestehen kann, sondern Teil eines Beziehungsnetzes ist. Was könnte angesichts der humanitären Katastrophen der letzten Jahre aktueller sein?

Der Künstler , der das Hungertuch 2017 entworfen hat, ist der Nigerianer Chidi Kwubiri. Er hat u.a. auch in Düsseldorf Kunst studiert und ist über Afrika hinaus bekannt.

Wir haben das Hungertuch als Wandschmuck für unseren Raum der Stille im Standort Dr.-Prior-Straße ausgewählt, weil es auf ein aktuelles Thema aufmerksam macht, dabei aber religiös-weltanschaulich neutral ist. In seinem Zentrum steht ganz einfach der Mensch, der ungeachtet seiner Herkunft und seines Glaubens, in Beziehungen lebt und mit anderen Menschen verbunden ist. Das Tuch verweist darauf, dass die Menschen aufeinander angewiesen sind bei der Gestaltung einer gerechten Zukunft und der Lösung der Krisen unserer Zeit.

Das Motiv des Hungertuches eignet sich sehr gut für Meditationen, weil es interpretatorischen Spielraum bietet und Denkanstöße gibt. Damit ist unser Raum der Stille wieder ein Stück schöner geworden und lädt Schülerinnen und Schüler wie auch Lehrerinnen und Lehrer des ASG zur regen Benutzung ein.

Wir danken andieser Stelle noch Frau Leidner-Gersing und Herrn Donate, die uns bei der Anbringung des Tuches im Raum der Stille geholfen haben.